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Verhaltenstherapie Unter dem Begriff der Verhaltenstherapie sind verschiedene Formen der Psychotherapie zusammengefasst, die alle eines gemeinsam haben: Immer steht die Hilfe zur Selbsthilfe im Mittelpunkt. Der Patient verschafft sich unter professioneller Anleitung Einsicht in die Ursachen und Entstehungsgeschichte seiner Probleme und erlernt Methoden, mit deren Hilfe er seine Verhaltensmuster zukünftig verändern kann. Tinnitus-spezifische Psychoedukation Im Rahmen der Psychoedukation erhalten die Patienten gezielte Informationen zu ihrem Krankheitsbild und werden ausführlich über Ursache, Diagnostik und Behandlungsmethoden informiert. Für Tinnitus-Patienten bedeuten diese Informationen, Wege zu entdecken, um mit dem chronischen Tinnitus zu leben, ihn zu akzeptieren, sich an ihn zu gewöhnen und ihn langfristig möglicherweise sogar zu verlieren. Tinnitus-Retraining Therapie (TRT) Die Tinnitus-Retraining-Therapie eignet sich für die Behandlung von chronischem Tinnitus. Sie stellt weniger die Entstehung des Tinnitus in den Mittelpunkt als vielmehr seine bewusste Wahrnehmung. Hierbei stützt sie sich auf drei Säulen: auf die Aufklärung und Beratung des Patienten, auf Hörtherapien mit verhaltenstherapeutischen Aspekten sowie auf eine psychotherapeutische Begleitung. Hör- und Wahrnehmungstherapie Tinnitus-Patienten konzentrieren sich häufig so sehr auf ihr ‚Klingeln im Ohr’, dass alle anderen Eindrücke nur noch sehr eingeschränkt wahrgenommen werden können. Im Rahmen der Hör- und Wahrnehmungstherapie werden die Sinne einzeln geschult und der Betroffene trainiert, bestimmte Geräusche gezielt wahrzunehmen und andere wegzufiltern. Schon während der Übungen nehmen die meisten Patienten ihre Ohrgeräusche schon deutlich weniger oder gar nicht mehr wahr. Weitere Therapien – Tanz- und Bewegungstherapie – Entspannungsverfahren – weitere Körpertherapien wie zum Beispiel Feldenkrais, Cranio-Sacral-Therapie, Shiatsu (Näheres dazu unter Tagesklinik Ulmenhof/Therapieangebote/Körpertherapien) Apparative Unterstützung In 70 Prozent der Fälle leiden Tinnitus-Patienten zusätzlich unter einer Wahrnehmungsminderung einzelner Frequenzen, die mithilfe von Miniatur-Hörsystemen komplett ausgeglichen werden kann. Das Ergebnis: Der Tinnitus wird häufig erfolgreich in den Hintergrund gedrängt. Liegt keine Hörminderung vor, kommen Tinnitus-Noiser zum Einsatz, die ein breitbandiges Rauschen erzeugen und so gezielt vom Tinnitus ablenken. Im Rahmen der apparativen Unterstützung arbeiten wir bereits erfolgreich mit der Firma Alster-Acoustics in Hamburg-Eppendorf zusammen. |
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